Literatur
Bestandesaufnahme Psychosoziale Onkologie in der Schweiz
Jeder zweite Patient und jeder zweite Angehörige hat wichtige Bedürfnisse, die unbefriedigt bleiben.
Diesen Befund zeigt die umfassende Bestandesaufnahme der psychosozialen Dienstleistungen für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Sie wurde von der Krebsliga Schweiz zwischen 2002 und 2004 durchgeführt.
Die Bestandesaufnahme versuchte, folgende Fragen zu beantworten:
- Wer bietet welche psychosozialen Dienstleistungen an?
- Welche anderen Dienstleistungen würden nachgefragt?
- Welches sind die grössten Probleme der aktuellen Versorgung?
Die wichtigsten Resultate
50 % der Betroffenen und der Angehörigen äusserten unbefriedigte Bedürfnisse. Am häufigsten genannt wurden:
50 % der Betroffenen und der Angehörigen äusserten unbefriedigte Bedürfnisse. Am häufigsten genannt wurden:
- Informationen zu Krankheit, Behandlung, Betreuung;
- Unterstützung durch Freunde und Familie;
- Unterstützung im Umgang mit negativen Gefühlen;
- Beratung in finanziellen und beruflichen Fragen sowie praktische Unterstützung im Alltag;
Problem bei den aktuellen Angeboten:
- mangelnde Information über bestehende Angebote;
- fehlende Information zur Komplementärmedizin;
- ungenügende Erfassung der Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen;
- mangelnde Koordination und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachpersonen;
- Tabuthema Sexualität.
Im Schlussbericht finden Sie
- die Resultate der Bestandesaufnahme,
- einen einleitenden Überblick zur Forschung über Bedürfnisse von Krebspatienten und deren Angehörigen,
- wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit psychosozialer Interventionen.
Sie können den Schlussbericht sowie die Kurzversion auf der Website der Krebsliga Schweiz herunterladen oder als Papierversion bestellen.